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Großes Patent

Wer das Große Patent erwerben will muss mindestens 21 Jahre alt und geeignet sein sowie mindestens vier Jahre Fahrzeit als Mitglied einer Decksmannschaft nachweisen, davon an Bord eines Fahrzeuges mit Maschinenantrieb in der Binnenschifffahrt mindestens 2 Jahre als Matrose oder Matrosen-Motorwart oder mindestens ein Jahr als Bootsmann.

Geeignet ist, wer körperlich und geistig als Schiffsführer tauglich ist. Die Tauglichkeit ist durch ein ärztliches Zeugnis nach den Anlagen B1 und B2 nachzuweisen, das von einem von der zuständigen Behörde bestimmten Arzt ausgestellt sein muss, keine Straftaten in der Schifffahrt begangen hat, nach seinem bisherigen Verhalten die sichere Führung eines Fahrzeuges erwarten lässt und Vorgesetzter einer Schiffsmannschaft sein kann;

befähigt ist, das heißt die erforderlichen beruflichen Fertigkeiten und Kenntnisse, auch in nautischer Hinsicht sowie eine ausreichende Kenntnis der Verordnungen und der Wasserstraße, insbesondere der Strecke, für die das Patent beantragt wird, besitzt. Die Voraussetzungen gelten als erfüllt, wenn der Bewerber die dafür vorgesehene Prüfung mit Erfolg abgelegt hat (siehe Zulassungs und Prüfungsbedingungen der Wasser und Schifffahrts Direktionen).

Die Fahrzeit muss auf Fahrzeugen geleistet worden sein, für deren Führung das Große Patent, das Kleine Patent oder das Kanalpenichenpatent erforderlich wäre. 180 effektive Fahrtage in der Binnenschifffahrt gelten als ein Jahr Fahrzeit. Innerhalb von 365 aufeinanderfolgenden Tagen können höchstens 180 Tage angerechnet werden.
Auf die o.g. Fahrzeit die nicht als Matrose, Matrosen-Motorwart oder Bootsmann geleistet werden muss, werden angerechnet höchstens bis zu 2 Jahren, die Zeit der Ausbildung, wenn die Person Inhaber eines von der zuständigen Behörde anerkannten Zeugnisses über den erfolgreichen Abschluss einer Berufsausbildung auf dem Gebiet der Binnenschifffahrt mit praktischen Ausbildungsteilen ist, höchstens bis zu einem Jahr die nachgewiesene Fahrzeit auf See als Mitglied einer Decksmannschaft, wobei 250 Seefahrtstage als ein Jahr Fahrzeit gelten (siehe Zulassungs und Prüfungsbedingungen der Wasser und Schifffahrts Direktion). Außerdem muss die Strecke, für die das Große Patent beantragt wird, als Matrose, Matrosen-Motorwart, Bootsmann oder Steuermann an Bord von Fahrzeugen mit Maschinenantrieb, zu deren Führen ein Großes Patent erforderlich ist, mindestens sechzehnmal innerhalb der letzten zehn Jahre vor Eingang des Antrags befahren worden sein, davon mindestens je dreimal in jeder Richtung innerhalb der letzten drei Jahre. Dies gilt nicht für die Strecke unterhalb der Spyck'schen Fähre.(siehe Zulassungsbedingungen der Wasser und Schifffahrtsdirektionen).

Das Große Patent berechtigt zum Führen aller Fahrzeuge.

Vor Beginn der Schulung, sollte der Anwärter bereits über detailiertes Wissen in Folgenden Bereichen verfügen: die Rheinschifffahrtspolizeiverordnung mit dazugehörigen Anlagen und Merkblätter, Rheinschiffsuntersuchungsordnung, Seeschifffahrtsstraßenordung, Verkehrsvorschriften und Navigation aus Seeschifffahrtsstraßen, Grundlagen der Verordnung über die Beförderung gefährlicher Güter auf dem Rhein, Rheinpatentverordnung, Unfallverhütungsvorschriften, Rhein- und Nebenwasserstraßen, Führung des Fahrzeugs, Maschinenkenntnisse, Laden und Löschen, sowie Verhalten unter besonderen Umstände. . Während der 12-tägigen Schulung wird vermittelt: konkrete Anwendung des vorher sich selbst erarbeiteten Lernstoffs, mittels konkreter Beispiele aus der Praxis, wie Sie auch bei der Prüfung verlangt werden. Hierbei geht es darum, mit Art, Formulierung und Aufbau der Prüfungsfragen sowie des Prüfungsablaufes vertraut zu werden. Bei mindestens 6 Teilnehmern kommt der Kurs zu stande.

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